Anna Maria Friedrich

Anna Maria Friedrich, geboren 1991 ist Dokumentarfilmregisseurin mit einem besonderen Interesse an nomadischen Lebensweisen und der Verbindung zwischen Menschen und Orten. Ihre künstlerische Praxis bewegt sich zwischen poetischem Dokumentarfilm, essayistischen Formaten und performativer Recherche. In ihren Projekten erforscht sie aus der Bewegung heraus Verbindungen zwischen sozialen und geographischen Räumen und Identität. Aufgewachsen in Ostdeutschland, engagierte sie sich ab 2009 in verschiedenen Kunst-, Musik- und Kulturkollektiven im ländlichen Raum. Nach dem Abitur mit sprachlichem Schwerpunkt sammelte sie praktische Erfahrungen in redaktionellen, filmkulturellen und künstlerischen Zusammenhängen, u. a. durch Praktika beim Polnischen Institut Berlin, bei Radio Frei Erfurt sowie in den filmischen Ausbildungsprogrammen Professional Media Masterclass (Werkleitz) und TP2 Talentpool. Von 2015 bis 2020 studierte sie Arabistik und Islamwissenschaft an der Universität Leipzig mit Fokus auf arabischen Film und Kultur in Ägypten. Ein Praktikum bei der kollektiven Produktionsfirma Rufy’s Films in Alexandria vertiefte ihren Zugang zu kollektiver Filmarbeit.2020 begann sie ihr Regiestudium im Masterstudiengang Dokumentarfilm an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, das sie 2024 mit dem abendfüllenden Film Lichter der Straße abschloss. Der Film prämierte 2024 im deutschen Wettbewerb von DOK Leipzig und tourt derzeit durch deutsche Kinos. Neben dem Filmschaffen arbeitet sie kuratorisch (u. a. Forum Asphaltnomad:innen, interdisziplinäre Kunstkonferenzen in ländlichen Räumen) und publiziert Essays und Hörstücke, zuletzt das Werk Deep South. Das Wasser steigt in den Ruinen des amerikanischen Traums (Radio Corax, 2020) sowie den Text "Eine Fährte legen zwischen Straße und Haus" im Rahmen der Publikation "Nomadic Properties" im Campus Verlag.
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